Orchideen auf dem Weg zum Wildspitz

5. Juni 2026

Fünf Motivierte, unter der Leitung von Susanne Erne, nahmen, in Arth-Goldau am Morgen des 5. Juni,
bei regnerischem Wetter, den Aufstieg auf den Gnipen und den Wildspitz in Angriff. Es war eine stotzige und glitschige Angelegenheit. Doch schon bald wurden wir entschädigt und erspähten die ersten Orchideen: gefleckte Knabenkräuter, die zu den häufigen und “gewöhnlichen” Orchideen zählen.Und es wurde immer besser. Unser Fokus stellte sich auf die teilweise unscheinbaren Blumen ein und immer wieder hörte man: “Da hat es auch eine! Was ist denn das für eine Art?”

Barbara zückte den neuesten Orchideenführer und es entspann sich eine Diskussion über die gefundene Blume: “Ich würde sagen, das ist eine Waldhyazinthe.” “Ich denke aber, es ist eine Subspezies der Platantéra chloramtha; ich bin mir aber gar nicht sicher!” Etwa so tönte es auf dem ganzen Weg zum Gnipen. Es regnete nicht mehr und zwischendurch zeigte sich sogar die Sonne.
Der Aufstieg mit etwas über 1200 Höhenmetern war kurzweilig und immer wieder von neuen Entdeckungen unterbrochen. Wir fanden schlussendlich etwa 10 bis 12 verschiedene Orchideenarten. Im obersten Teil ein paar Frauenschuhe, die noch nicht verblüht waren. Das weisse und rote Waldvögelein waren ebenso vertreten wie die Vogelnestwurz und ein paar Knabenkräuter.
Die Orchideen blühten im wilden Bergsturzgebiet, das ziemlich unberührt ist.

Vom Gnipen bis zum Wildspitz trafen wir wieder auf bewirtschaftetes Land, wo die Orchideen keine Chance mehr hatten. Die Pause auf dem Wildspitz dauerte nur kurz, dann zog Nebel auf und es wurde empfindlich kalt. Der Abstieg nach Unterägeri glich im obersten Teil dem Aufstieg; es war steil und hatte zum Teil hohe Stufen. Der Weg wurde mit grossem Aufwand erstellt von der SAC-Sektion Rossberg. Auf der Alpwirtschaft “Zuger Alpli” kehrten wir ein und erlabten uns am Anblick der riesigen Gartenzwerg-Sammlung (siehe Album!!). Danke Susanne für die sehr gelungene Tour; der Zeitpunkt war super gewählt.

Fotoalbum