Manchmal kommt es anders. Und manchmal sogar besser.
Eigentlich hätten wir dieses Wochenende das Läckihorn unsicher gemacht. Doch Thomi informierte uns bereits im Vorfeld, dass die Wetterbedingungen eher nach „Skitour mit Dusche“ als nach „Genusstour“ aussahen. Statt Trübsal zu blasen, präsentierte er uns kurzerhand eine Alternative: Xtra-Tagestour auf den Poncione Val Piana im Bedrettotal. Und wie es sich für motivierte Skitourengänger gehört: Eine Frau und sieben Männer sagten sofort zu. Spontan, flexibel und offensichtlich nicht ganz wetterempfindlich.
Frühstart mit System
Treffpunkt war um 07:00 Uhr in Wettingen an der Lugibachstrasse. Wie immer: kurze Begrüssung, noch kürzere Diskussion — und schon war die Autoverteilung erledigt. Josef’s Auto war nämlich bereits am Treffpunkt voll. Effizienter geht’s kaum. Die Fahrt verlief angenehm zügig und verkehrsarm über die Axenstrasse Richtung Gotthard. Das Wetter vor dem Tunnel?
Trüb. Nass. Grau.
Kurz gesagt: nicht gerade Postkartenmaterial.
Doch dann — wie so oft — der magische Moment nach dem Gotthard-Autotunnel: Sonne. Wind. Bergstimmung.
Wir waren angekommen im Bedrettotal bei All’Acqua.
Zügiger Start — sehr zügiger Start
Felle aufziehen, Schuhe festziehen, Rucksack schultern — und los ging’s. Kaum unterwegs, gewannen wir bereits ordentlich an Höhe. Einerseits wegen der Topografie, andererseits wegen Thomi’s sportlichem Tempo. Die leicht ironische Bemerkung aus der Gruppe: „Thomi, möchtest du zum Mittagessen wieder zuhause sein?“ Seine Antwort kam trocken und ohne Tempoverlust: „Es gibt bald eine Pause.“ Wir wussten: Das kann alles bedeuten.

Wind als treuer Begleiter
Der Wind machte sich zunehmend bemerkbar. Kalte Böen sorgten dafür, dass Jacken und Mützen schneller angezogen wurden, als man „Pulverschnee“ sagen konnte. Trotzdem zogen wir motiviert weiter — Schritt für Schritt dem Gipfel entgegen. Und dann — fast schon überraschend — standen wir oben.
Gipfelglück trotz Wolkenrennen
Oh Wunder: Die Mittagspause konnten wir windstill auf dem Gipfel genießen. Niemand hätte das erwartet. Während die Wolkenfetzen nur so am Himmel vorbeiflitzten, saßen wir gemütlich, genossen die Aussicht, stärkten uns und freuten uns über den gelungenen Entscheid für diese Alternativtour.

Pulverschnee gesucht — gefunden (teilweise)
Die Abfahrt brachte dann die nächste Herausforderung: Unverspurten Pulverschnee finden. Der Poncione Val Piana ist offensichtlich kein Geheimtipp. Zahlreiche Tourengänger hatten bereits ihre Spuren hinterlassen. Doch mit etwas Spürsinn, Entdeckergeist und kleinen Umwegen fanden wir immer wieder schöne Passagen — genug, um das Grinsen im Gesicht zu behalten.
Zurück mit müden Beinen und stolzen Gesichtern. Etwas müde, aber rundum zufrieden erreichten wir wieder den Parkplatz. Raus aus den Skischuhen, Material ins Auto verstauen — Routine nach einem gelungenen Tourentag. Und natürlich durfte der krönende Abschluss nicht fehlen: Das wohlverdiente Bier (oder so) im nahegelegenen Restaurant. 🍺
Fazit
Ein luftiger, sonniger und rundum gelungener Skitourentag, der einmal mehr zeigte: Flexibilität lohnt sich. Ein herzliches Dankeschön an Thomi, der mit der Alternativtour zum abgesagten Läckihorn-Wochenende genau den richtigen Entscheid getroffen hat.
Danke Thomi — das war Xtra gut. 😄⛷️