Pilatus Trail-Wanderung

In Zürich steigt die Zahl auf 10 und in Luzern auf 13. Ab da reist die vollständige XTRA-Gruppe mit dem freundlichen Postautochauffeur nach Gfellen ins idyllische und beschauliche Entlebuch. Nach dem Kaffee- und Nussgipfelhalt, dem Bisi-Stopp geht‘s um 9.06 Uhr mit 6 Minuten Verspätung los mit dem Aufstieg um rund 1‘000 Höhenmeter. Im Schatten des Waldes und der Nordflanke des Berges wandern wir stetig und in einem sportlichen Tempo Meter um Meter aufwärts. Noch ist es kühl und im Gras liegt Tau, und das letzte Bähnlein ab Pilatus Kulm um 17.45 Uhr liegt uns ebenfalls kalt im Nacken.

Mit warmen Sonnenstrahlen werden wir auf dem Hochplateau Blaue Tosse und auf der Stäfeliflue 1922 m empfangen. Unter uns das Nebelmeer über dem gesamten Mittelland, der Blick in die Alpen aber wunderbar klar und mit perfekter Bergsicht. Entlang der Krete sehen wir das nächste Güpfi vor uns, mal geht der Pfad auf – mal abwärts bis dahin. Hier präsentieren sich die vielen Höhen- und Distanzmeter der Pilatus-Kette.

Der folgende, sehr schöne Gratweg führt über moorige, herbstliche Bergrücken und wieder werden wir nach einem steten Auf und Ab belohnt, mit noch mehr Weitsicht und den ersten Gämsen. Die Temperatur ist angenehm, auf jedem Grat aber bläst eine kalte Bise. Nichtsdestotrotz geniessen alle das Panorama, die Gesellschaft und die bereits vollbrachte Leistung.

Unser nächstes Ziel nach rund 3 Stunden ist die Tripolihütte auf 1763 m. Sie ist perfekt in den Hang gebaut, voll besonnt und der Ausblick grandios. Hier rasten wir länger und lassen uns das Mittagessen aus dem Rucksack schmecken. Das Marsch-Tempo ist so gut, dass wir nun sicher sind, den Pilatus rechtzeitig zu erreichen und somit auch die letzte Talfahrt mit der Pilatus-Bahn. Das verdiente Bier am Ziel hat jetzt garantiert auch noch Platz und Zeit.

Ausgeruht und gestärkt steigt der Weg Richtung Pilatus wieder massiv an. Die Tritte über Felsen, Wurzeln und Steine sind zum Teil so hoch, dass die kleineren Teilnehmer diese Hindernisse fast auf allen Vieren überwinden müssen. Nach den Erfahrungswerten liegt die Mindestgrösse für die Tour bei 1.63 Körpergrösse.

Der prachtvolle Tag und die Rundumsicht machen Freude, trotz Anstrengung und noch viel Weg vor uns.

Die nächsten Aussichtspunkte auf unserem Weg ist das Mittaggüpfi 1906 m und das Felli 1701 m. Nachher geht’s auf der Nordseite des Pilatusmassiv, genannt Widderfeld ein weiteres Mal abwärts via einem anspruchsvollen Klettersteig mit Handläufen und Ketten, bevor das Gelände dann wieder steil ansteigt. Die fitten Sportler meistern auch den nun folgenden Anstieg auf 2054 m zum Gemsmättli, dem 5. Gipfel der Tageswanderung und jetzt sehen wir in der Ferne unser Ziel, den Luzerner Hausberg mit 2128 m.

Vor dem Ende der Tour stehen wir ein erneutes Mal auf über 2100 Metern, auf dem Tomlishorn. Der letzte Teil des Weges gibt den Blick frei auf Pilatus Kulm und die Pilatus-Bahn, die steilste Zahnrad-Bahn der Welt mit einem Gefälle von 48%. Nach 7 Stunden und 13 Kilometern kommen alle zufrieden und gesund an der Endstation der Tour an.

Die allerletzte Talfahrt mit der Pilatus-Bahn um 17.45 Uhr hat Verspätung! Dadurch verschiebt sich die Heimreise um 30 Minuten. Niemand stört sich an diesem Umstand, denn die mittelschwere Wanderung ist es wert. Vielen Dank dem Tourenleiter Markus für die tolle Wanderung und Steffi und James für die Funktion des Besenwagen. Ein herrliches Erlebnis. Danke dafür!

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