Skitourentage Prättigau

Am Donnerstag treffen die 17 angemeldeten Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei strahlendem Wetter im Prättigau ein. Die Organisatoren Thomas und Loschi haben im Hotel Terminus in Küblis reserviert. Von hier aus hat unsere Bergführerin Angelina Huwiler verschiedene Skitouren geplant, mit der Grundidee, jeden Tag mit öV flexibel und wetterangepasst Start- und Endpunkte der Touren wählen zu können.

Donnerstag, 28.2.2019

Da Prachtswetter angesagt ist und unsere Leiter den Tag möglichst ausnutzen wollen, fahren wir am Morgen direkt nach Klosters, verladen das Gepäck in den Bus von Angelina und können so die Madrisa Rundtour (Ankündigung: «wenig Aufstieg und viel Abfahrt») früh am Morgen in Angriff nehmen. Mit Luftseilbahn, Sessellift und Skilift machen wir viele Höhenmeter. Der erste schweisstreibende Aufstieg führt über das Madrisajoch nach Oestterreich und belohnt uns mit einer langen Abfahrt ins Skigebiet von Gargellen. Dort transportiert uns die nächste Bahn wieder hoch, um von bequemer Höhe aus die Skitour übers St. Antönierjoch auf den Ronggspitz in Angriff zu nehmen. Der letzte Schneefall ist längere Zeit her und man sieht den Hängen an, dass wir nicht die ersten auf dieser Tour sind. Unsere Führerin findet aber immer wieder einen Ort mit schönem Pulver. Am Ende landen wir tatsächlich in St. Antönien, von wo uns die Post zuverlässig nach Küblis bringt. Die Bilanz: den etwa 300 m Aufstieg standen 2200 m Abfahrt entgegen, ein wunderbarer Tag mit viel Sonne als Start unserer Tourentage!

Freitag, 1.3.2019

Für heute ist schlechtes Wetter prognostiziert, aber wir nehmen diese Nachricht positiv zur Kenntnis: es ist Schneefall angesagt und alle freuen sich auf frischen Pulverschnee. Angelina passt das Programm gekonnt an und schlägt, um auch bei schlechten Sichtverhältnissen noch vorwärts zu kommen, eine Tour mit viel Wald vor. Wir fahren mit dem Postauto nach Furna Hinterberg und steigen von dort im Schneetreiben auf den Wannenspitz, knapp über die Baumgrenze. Wir können richtig zuschauen, wie die Neuschneedecke endlich wieder einmal zunimmt. Vom Wannenspitz machen wir eine erste Abfahrt im neuen Pulver bis in die Alp Untersäss. Weil es so schön war, machen wir nach einer kurzen Zwischenverpflegung den gleichen Aufstieg noch einmal. Trotz Schnee, Kälte und nassen Kleidern sind alle bester Laune, vor allem auch, weil die Bierauswahl im nahen Restaurant Hinterberg keine Wünsche offen lässt und die unterhopften Xtra’ler wieder zu Kräften kommen.

Samstag, 2.3.2019

Der Wetterbericht verspricht Sonne bei 10 bis 20 cm Neuschnee: ideale Voraussetzungen für die Tour in die Fideriser Heuberge. Die Fahrt ist weit und spannend, der Kleinbus fährt auf dem Schlittelweg über viele Kehren tausend Höhenmeter hinauf in die tiefverschneiten Berge. Mit dem Lift fahren wir aufs Obersäss, von dort geht es mit den Fellen übers Strassberger Fürggli mit einer Zwischenabfahrt wieder hoch in Richtung der Zenjifluh, ein schöner Berg gleich hinter dem Weissfluhjoch. Hier geniessen wir die Abfahrt im unverfahrenem Pulverschnee, bevor wir den Aufstieg in Richtung Chistenstein in Angriff nehmen. Bei vollem Sonnenschein und warmen Temperaturen herrschen wahre Saunabedingungen. Die lange Abfahrt bis nach Küblis bietet alles, vom Pulverschnee bis zum Wasserskifahren und fordert viel Kraft. Wir sind froh, am Schluss auf die Piste Davos – Küblis wechseln zu können. Das Abschlussbier genehmigen wir uns dieses Mal draussen auf dem Dorfplatz.

Sonntag, 3.3.2019

Der letzte Tag startet mit der Postautofahrt nach St. Antönien. Dort montieren wir Skier und Felle für den Aufstieg auf den Nollenchöpf mit unverfahrenen Pulverschneeahängen, dann für einen zweiten Aufstieg aufs Jägglischhorn – auch hier wieder Pulverschnee vom Feinsten. Erstaunt beobachten wir eine sportexotische Gruppe, die den Aufstieg auf den Grat zwar schafft, aber erst oben merkt, dass Tiefschneefahren nicht so einfach ist und jetzt allen Ernstes die Skier wieder abschnallt, um zu Fuss den Berg runterzulaufen.

Vier schöne Tage gehen zu Ende – vielen Dank allen Beteiligten für die vielen Ideen, die gute Betreuung und die einwandfreie Durchführung der Viertagestour.

Hier ist das ganze Album zum Anlass.

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One Comment

  1. Sepp

    4 geniale Schneetage sind leider vorbei. In Gedanken bleiben tun die vielen unerwartet guten, unbefahrenen Pulverhänge und das lässig-lustige Zusammensein. Danke an Thomi und Loschi für s organisieren und natürlich an „unsere“ Angelina für Ihre „Pulvernase“

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