X’tra baut Iglus

Unter diesem Motto war der Kurs vom 24./25. Februar ausgeschrieben. Am Samstagmorgen trafen sich 15 Mitglieder zur pünktlichen Abfahrt um 6.30 Uhr ab dem Tägiparkplatz mit dem Ziel Lungern Schönbüel. Bereits nach einer Stunde Anfahrtszeit konnten sich alle mit dem Morgenkaffee im Restaurant Bahnhof in Lungern stärken. Die Bergführerinnen Angelina und Michelle empfingen die erwartungsvollen Schneesportler anschliessend bei der Talstation der Turrenbahn.

Zuerst galt es das Gemeinschaftsmaterial wie Kocher, Pfadikessel, Schneesägen, Abfallsäcke, Esswaren, Holz etc. auf die bereits prall gefüllten Rücksäcke der Teilnehmer aufzuteilen. Dann konnte das zweitägige Abenteuer für die Skitourenfahrer und Schneeschuhläufer beginnen.

Die Turrenbahn schwebte auf 1562m und siehe da, die Sonne strahlte vom stahlblauen Himmel. Mit der Sonne im Rücken stiegen die Abenteurer auf rund 1850m zum Iglubauplatz auf. Nach der Mittagsverpflegung in der warmen Sonne stand der Iglu-Bau auf dem Programm:

Michelle erklärte den Abbau von Schneeblöcken im „Steinbruch“ während Angelina in die Fundament-Technik einführte. Bis am Abend sollten 3 Iglus für je 5 Xtra-Mitglieder mit angebauten Hundehütten für die Füsse stehen. Ein ehrgeiziges Ziel.

Um den Mittelpunkt von jedem Iglu wurde ein Radius von rund 1.20m Schnee flachgestampft und verfestigt. Darauf dann die schweren Schneeblöcke gesetzt und mit der Spiral-Technik ein Schneehaus gebaut. Stundenlang wurde im wunderbaren Panorama, abseits jeder Zivilisation, geschaufelt, gesägt, geschichtet, die Iglu-Wände verbunden und verputzt. Schnee gestrichen, nicht geklopft. Hier zeigte sich die super Kondition und Einsatzbereitschaft des X’tra. Nach den letzten Blöcken für die Hundehütten galt es schnell die verschwitzte Baubekleidung durch trockene zu ersetzen.

Ein improvisiertes Fallschirm-Küchenzelt mit Schneetischen hielt die Gruppe einigermassen warm und der Glühprosecco und die Suppe wärmten die Körper von innen. Der krönende Hauptgang bestand aus einer Fondue-Hausmischung, die Dani Meier gewohnt routiniert zubereitete und allen sehr schmeckte. Trotz Aussentemperatur von -20 Grad mussten die Sportler nicht auf Tee, warmhalte Schnaps, Weisswein und Rotwein verzichten und genossen die Geselligkeit. Vor Mitternacht krochen auch die Letzten in die Iglus und zwängten sich in ihre Hundehütten.

Eine warme aber wenig erholsame Iglu-Nacht war überstanden und jeder Teilnehmer um ein Erlebnis reicher. Leider hing am Sonntag der Nebel vor der Sonne und es war bisig kalt. Beim Zmorge wurde der Entschluss gefasst, dass die Skitüreler und Schneeschuhläufer zusammen zum Berghaus Schönbüel aufsteigen, denn der Nebel blieb zäh. Beim Berghaus auf 2011m angekommen, empfing die Sonne das X’tra mit einer grandiosen Weitsicht in die Alpen.

Nach einer nachgeholten Morgentoilette mit Sonnenbad ging es an den Abstieg respektive die Abfahrt bis zur Turrenbahn zurück. Die Aussicht und Umgebung blieben dann wieder vom Nebel verhüllt, was die gute Stimmung der X’tra-Mitglieder aber nicht trüben konnte.

Glücklich, gesund und müde trafen die Teilnehmer in Lungern ein. An dieser Stelle danken alle dem Organisator Thomi Erne und Sepp Buck für die Ersatzleitung. Diese zwei Tag waren eindrücklich und bleiben in bester Erinnerung.

Und hier noch das Album mit allen Fotos.

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